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Vorgang der Abwasserreinigung
Beim Durchfluß durch den Stufenrechen (6 mm) wird das Abwasser von groben Inhaltsstoffen gereinigt.

In den Vorklärbecken sinken die im Abwasser enthaltenen absetzbaren Stoffe zu Boden und werden mittels eines Schildräumers in die Schlammtrichter gefördert (Primärschlamm).

Das vorgereinigte Abwasser wird über das Beschickungspumpwerk in die beiden parallel beschickten Tropfkörper gepumpt. Die biologische Teilreinigung erfolgt, indem gelöste Abwasserinhaltsstoffe in den sogenannten biologischen Rasen, welcher sich an den aufgehängten und benetzten Kunststoffbändern (Sessil-Elemente) bildet, übergehen. Der Ablauf aus den Tropfkörpern gelangt über das Rückspülpumpwerk, welches auch bei geringem Zulauf für eine gleichmäßige Benetzung der Tropfkörper sorgt, zu den Belebungsbecken.

In den Belebungsbecken erfolgt mittels Belebtschlamm, der sich durch Nahrungsaufnahme aus den kolloidal gelösten Abwasserinhaltsstoffen bildet, die biologische Reinigung des Abwassers und die weitgehende Entfernung des Stickstoffes. Das Gemisch aus Abwasser und Belebtschlamm wird durch Tiefenbelüfter (BB 3+4) und durch Oberflächenbelüfter (BB 1+2) phasenweise in Bewegung gehalten und mit der eingebrachten Luft in Berührung gebracht, sodass die Organismen mit dem für ihre Lebensfunktion erforderlichen Sauerstoff versorgt werden.

Durch die Belüftung wird einerseits erreicht, daß die Mikroorganismen die gelösten Schmutzstoffe als Nahrung aufnehmen, und andererseits wird der Ammonstickstoff zu Nitratstickstoff umgewandelt, wobei hierfür auch die Wirkung nitrifizierender Bakterien erforderlich ist. Diese entwickeln sich bei Normalbetrieb im Belebtschlamm.

Um auch das Nitrat aus dem Abwasser entfernen zu können, müssen die Bakterien phasenweise (bei Stillstand der Belüfter) mit Luftsauerstoff unterversorgt sein, damit sie den im Nitrat enthaltenen Sauerstoff zehren. In der Folge entweicht der elementare Stickstoff in die Atmosphäre. In dieser Phase wird der Belebungsbeckeninhalt durch Umwälzaggregate in Bewegung gehalten, damit der aktive Belebtschlamm möglichst intensiv mit dem rohen Abwasser in Berührung kommt.

Das gereinigte Abwasser fließt gemeinsam mit dem in Schwebe gehaltenen Belebtschlamm über die Ablaufwehre und die Dücker DN 500 in die 4 Nachklärbecken.

In den Nachklärbecken erfolgt die Trennung des gereinigten Abwassers vom Belebtschlamm, indem sich der schwere Schlamm zu Boden setzt. Der abgesetzte Schlamm wird von den Rundräumern in den jeweils zentral gelegenen Schlammtrichter gefördert und aus diesem durch das jeweilige Schlammabzugsrohr DN 200 und über das Rücklaufschlammpumpwerk in die Belebungsbecken zurück gefördert.

Das in den Nachklärbecken überstehende gereinigte und vom Belebtschlamm getrennte Wasser fließt über die Zahnschwelle in die Ablaufrinne und aus dieser in das Zwischenpumpwerk. Von diesem gelangt der Kläranlagenablauf in den Schönungsteich.

Im Schönungsteich wird das Abwasser durch zwei Kiesdämme gefiltert und von restlichen Schwebestoffen befreit. Durch den großflächigen Kontakt zur Luft erfolgt auch noch eine weitergehende biologische Abwasserreinigung und vor allem ein Restabbau von Ammoniumstickstoff.
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Vorklärbecken
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Tropfkörper
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Oberflächenbelüftung im Belebungsbecken
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Rundräumer im Nachklärbecken
Gemeindeverband Abwasserbeseitigung Raum Hohe Wand - Steinfeld, 2721 Bad Fischau Brunn, Tel. 02639 / 2739